Bodensee-Radmarathon 2006
September 2006.
Im Internet hatte ich die Seite vom Bodensee-Radmarathon
gefunden. Sie hatte schnell mein Interesse geweckt. Einmal nicht nach Norden sondern in den tiefen
Süden zu fahren war mal etwas Anderes. Eigentlich wollte ich schon im letzten Jahr daran teilnehmen.
Da kam etwas dazwischen. Aber nun war es soweit. Wir waren im Auto unterwegs zum Bodensee...
Wir (Klaus, Peter und ich) starteten den Marathon am Samstag in Sigmarszell. Den Startstempel hatten wir am Abend zuvor
bei der Anmeldung bekommen. So konnten wir bereits eine halbe Stunde vor der offiziellen Startzeit losfahren.
Das war gut so, weil das Zeitlimit von 12 Stunden für uns ziemlich eng war. Links auf dem Foto sehen wir
einen glücklichen Peter mit seiner "Flaschen-Beute".
Das Wetter war perfekt, viel Sonne und kaum Wind. Die Strecke war gut ausgeschildert. Die Verpflegung in den Depots
war besser als bei den meisten skandinavischen Radmarathons. Trotzdem wollte die "Radmarathon-Freude" nicht
so richtig aufkommen. Woran lag das? Es war die Strecke selbst. Ich hatte viel Natur erwartet. Aber der Bodensee ist
zumeist von Beton und Asphalt eingezwängt. Auf der gesamten Strecke habe ich kein Stück naturbelassenes Ufer gesehen.
Oft ging die Streckenführung entlang belebter Hauptstraßen. Am schlimmsten war die Strecke durch die Schweiz. Seit
Altenrhein musste ich mal und erst nach etwa 50 km fand ich eine geeignete Stelle ohne jemandem dabei in den Vorgarten
pinkeln zu müssen.
Auf der deutschen Seite wurde die Strecke besser. Die Landschaft entsprach nun eher meinen Erwartungen. Es ging nun ständig bergauf-bergab. Die Kräfte ließen bei mir langsam nach. Ich versuchte mich an Klaus' Hinterrad zu hängen und dranzubleiben. Das war nicht so einfach. Uns saß das Zeitlimit im Nacken. Und Klaus wollte es unbedingt im Limit schaffen. Auf der Fähre von Konstanz nach Meersburg konnte wir uns dann etwas erholen. Allerdings erwartete uns am anderen Ufer ein ziemlich hoher und steiler Berg auf dessen Gipfel sich zum Glück der Verpflegungspunkt Meersburg befand.
Die Zeit rannte uns nun langsam davon. Es war inzwischen schon 16 Uhr und vor uns lagen immernoch ca. 70 km. Das war sehr knapp. Ohne Unterstützung von Peters und Klaus' Frau hätten wir die Medaille auch nicht bekommen. Sie haben sie für uns am Ziel schon mal in Empfang genommen. Bevor wir da waren. Um 19.30 Uhr, mit 30 minütiger Verspätung, haben wir dann das Ziel erreicht und von den Frauen die Medaillen überreicht bekommen. Das war ein sehr schöner Augenblick.
Und weil wir es nicht lassen können geht es hier weiter.